Tag 1 – Sonntag, 20. September 2020
Bei angenehmen 20 Grad diagonal durch die Schweiz – 3 Stunden ohne besondere Vorkommnisse – da heute Sonntag ist auch staufrei. Der Nachmittag geht quer durch Vorarlberg. Ebnit auf und ab durch spektakuläre Schluchten, der Brüggelekopf mit Panaramablick um Bodensee und das Schnepfegg – etwas abseits der Hauptroute. Damüls mit Faschina- und Furkajoch und zum Abschlüss Hochtannberg-, Flexenpass und Arlbergpass. Zwischen Hochtannberg- und Flexenpass kommt der Regen, am Arlberg ist es wieder trocken. Abschliessend Damen-Fussball schauen beim SV Landeck – die Heimmannschaft gewinnt 2:1 – und ein gemütlicher Abend bei Freunden in Zams.
Ebnit – Farnach – Oberbildstein – Alberschwende – Brüggelekopf – Schnepfegg – Damüls – Faschina – Furkajoch – Hochtannbergpass – Flexenpass – Arlbergpass – Landeck – Zams – 521 km.
Tag 2 – Montag, 21. September 2020
Mauttag – gefühlt kostet heute jede Bergstrasse extra. Nach einen kurzen Abstecher nach Kühtai und zum Sattele geht es ins Ötztal. Ötztaler Gletscherstrasse (10,50 EUR) – die Gletscher sind erschreckend klein, den Gemsen und Kühen auf der Strasse gefällt’s. Weiter zum Timmelsjoch (15,00 EUR) und von hier ein kurzer Abschnitt in Südtirol über den Jaufenpass zum Brenner (1,30 EUR ital. Maut und 10,00 EUR in Österreich). Am Nachmittag geht’s auf die Zillertaler Höhenstrasse (5, 00 EUR) und zum Abschluss über den Gerlos (7,00 EUR) ins Pinzgau. Das Wetter spielt mit – erst am Gerlos kommt der obligatorische Nachmittagsschauer.
Zams – Kühtai – Sattele – Ötztaler Gletscherstrasse – Tiefenbachferner – Timmelsjoch/Passo del Rombo – Jaufenpass/Passo die Monte Giovo – Brenner – Kerschbaumer Sattel – Zillertaler Höhenstrasse – Melchboden – Gerlos – Wald im Pinzgau / Active Hotel Wildkogel – 416 km.
Tag 3 – Dienstag, 22. September 2020
Am Morgen scheint wieder die Sonne. Start talwärts nach Mittersill und nach kurzem Abstecher zum Pass Thurn weiter zum Enzingerboden. Die Strasse hier ist schön, aber die ÖBB baut hier gerade an ihren Kraftwerksanlagen, so dass es ziemlich staubig ist. Hier kann man im Moment wirklich nur parken um mit der Seilbahn zum Weissee zu fahren. Ich kehre um und fahre Richtung Felbertauerntunnel und dort nach Osttirol. Am Grossglockner war ich schon 2018, also sind jetzt die Seitentäler dran – Kals mit Moa-Alm und Lucknerhaus. Dann über Lienz auf die Pustertaler Höhenstrasse zum Hochstein und weiter durchs Tal bis kurz vor die italienische Grenze, über den Kartitsch-Sattel ins Gailtal. Die Strasse hier ist auf Tiroler Seite gut ausgebaut und auf Kärntner Seite sehr erneuerungsbedürftig – schön, aber schwierig. Ich bin froh, als ich in Kötschach ankomme. Hier kurzer Abstecher zum Plöckenpass/Passo Monte Croce Carnico, 100m nach Italien und wieder zurück nach Österreich und über den Gailbergsattel ins Drautal. Entlang der Drau kündigt sich der Nachmittagsregen an, so dass ich eine weitere Kurve Richtung Süden (Richtung Hermagor) verzichte und direkt zum Katschbergpass weiterfahre. Bei Spittal an der Drau erreicht mich das Gewitter, dass mich bis nach Rennweg am Katschberg (auf der Autobahn) begleitet. Den Rest des Tages fahre ich «vor dem Regen her» – über Katschbergpass, Prebersee und Sölkpass nach Schladming.
Wald im Pinzgau – Mittersill – Pass Thurn – Enzingerboden – Felbertauerntunnel – Kals – Moa-Alm – Lucknerhaus – Lienz – Pustertaler Höhenstrasse – Hochstein – Kartitscher-Sattel – Gailtal – Plöckenpass/Passo Monte Croce Carnico – Gailbergsattel – Spittal an der Drau – Katschbergpass – Prebersee – Sölkpass – Schladming / Hotel Die Barbara – 524 km.
Tag 4 – Mittwoch, 23. September 2020
Der Vormittag ist nochmal trocken – nach Filzmoos, Mandling und Mooshöhe verlasse ich die Dachstein-Region in Richtung Salzburg durchs Tennengebirge (Schwaigweg) zum Pass Lueg. Danach parallel und oberhalb der Autobahn bis Hallein (über Putzenbauer und Krispl). Hier quere ich die Salzach und fahre über Dürnberg ins Berchtesgadener Land. Auf der Rossfeld-Panoramastrasse beginnt es zu regnen allerdings noch nicht zu stark, so dass ich die Runde über den Obersalzberg, Berchtesgaden, den Rostwald, Hochschwarzeck und den Schwarzbachwachtsattel zum Steinpass noch wie geplant fahre. Ab hier wird das Wetter zur Qual. Nach einem kurzen Blick aufs Wetterradar beschliesse ich, auf schnellstem Wege ins Inntal zu fahren. Hinter St. Johann hört der Regen auf – aber diesmal sind Handschuhe und Stiefel «durch» – also Autobahn und Quartiersuche bringen mich in den Mellauner Hof nach Pettnau. Stiefel und Handschuhe trocknen (1 Süddeutsche und 1 Frankfurter helfen) und ein heisses Bad. Abends gibts Wiener Schnitzel und Augustinerbräu.
Schladming – Filzmoos (Salzburg) – Mandling – Löbenau / Mooshöhe – Tennengebirge – Schwaigweg – Pass Lueg – Putzenbauer – Krispl – Hallein – Dürnberg – Ahornbüchsenkogel / Rossfeld – Obersalzberg – Berchtesgaden – Rostwald – Hochschwarzeck – Schwarzbachwachtsattel – Steinpass – St. Johann – Pettnau / Mellauner Hof – 375 km.
Tag 5 – Donnerstag, 24. September 2020
Irgendwann heute soll der grosse Regen kommen – meine Tourplanung orientiert sich grob am Wetterradar – möglichst lange trocken bleiben. Der Morgen beginnt mit etwas Nebel von Mösern über Seefeld nach Klais und wird dann am Ettaler Sattel und über die Ammerwaldalpe nochmal richtig sonnig und warm. Weiter über Reutte und Kempten ins Allgäu hält sich das schöne Wetter, so dass ich noch ein paar Runden hier drehen kann, bis ich zum Abschluss auf dem Pfänder lande. Ab hier beginnt die Heimfahrt. Ich versuche zwischen dem Berufsverkehr/Stau und dem Regen zu fahren über Sargans, Glarus, den Klausenpass (mit kurzem Schauer), Altdorf nach Obwalden. Weiter über Brünig ins Berner Oberland und das Simmental. Bei Boltigen erreicht mich der Regen (diesmal richtig) und begleitet mich über den Jaunpass bis nach Bulle. Handschuhe und Stiefel wieder «durch». Die letzte halbe Stunde schaffe ich jetzt auch noch… 10 min nachdem ich ankomme fängt es hier wieder zu regen an. Gutes Timing.
Pettnau – Mösern – Seefeld / Zirler Berg – Klais – Ettaler Sattel – Ammerwaldalpe – Reutte – Kempten – Allgäu – Osterhofen – Ettensberg – Zur Steige (Sibratshofen) – Hahnschenkel – Sulzbach (Vorarlberg) – Möggers-Weienried – Moosegg / Pfänder – Hohenems – Sargans – Glarus – Klausenpass – Altdorf – Brünigpass – Simmental – Boltigen – Jaunpass – Bulle – Les Paccots – 614 km.
Fazit und Karte
Gesamtstrecke: 2450 km in 5 Tagen, 4 Länder – 60 Pässe oder «Höhepunkte».