Samstag, 23. September 2000

«Bretagne mit Umwegen»

Anreise per Flugzeug: Berlin – Brüssel – Jersey. Per Bus zum Fahrradverleih in St. Helier. «A-Z and Zebra Cycles», 9 Esplanade, St Helier. Danach Unterkunft suchen, abends das erste Guinness.

Sonntag, 24. September 2000

Mit der Färe nach St. Malo (9:40 GMT – 11:50 CET). Dann gleich auf die Strecke: an der Küste entlang zum Pointe du Grouin – weiter nach Cancale – Austern zum Abendessen am Hafen. – 23 km

Montag, 25. September 2000

Unser heutiges Ziel: Der Mont St. Michel! Der «Berg» ist schon ab Cancale über das Meer zu sehen. Aber der direkte Weg geht übers Meer und so müssen wir entlang der Küste einen Umweg in Kauf nehmen Mittagessen in St. Broladre – wir sind erst am frühen Nachmittag am Mont – Aga’s Mütze war schneller – «Schweinebäuche» – die moderne Kommunikation hat unsere Radtour erreicht! Am Abend nach Pontorson – die Unterkunft ist etwas «laut» – direkt an der Bahnstrecke. – 51 km

Dienstag, 26. September 2000

Wir gehen ins Hinterland – es wird hügelig! Schlossbesichtigung in Combourg. Am Nachmittag weiter nach Dinan. Das Stadtzentrum liegt hoch über dem Fluss – eine letzte Herausforderung für die Nachzügler, während die Spitzengruppe schon Quartier klar macht – mitten im Stadtzentrum, und die Räder werden von der polizei bewacht! – 52 km

Mittwoch, 27. September 2000

Weiter durchs Land – Mittag in Bourseul – ab dann sind wir nur noch zu dritt! Und wir kämpfen uns auf kleinen Strässchen zurück in Richtung Küste. Über Pleven – Landebia – Henanbihen – Plurien nach Sables-d’Or, im Sommer ein «mondänder» bretonischer Badeort mit dem Flair der Jahrhundertwende (des letzten Jahrhunderts!) – im Herbst alles Verschlossen, das Casino dicht – wir haben Glück, dass wir noch was zu Essen bekommen. hier dauert das Jahr gewönlich nur 3 Monate! – 45 km

Donnerstag, 28. September 2000

Abjetzt heisst das Ziel wieder St. Malo – nicht auf direktem Weg, sondern entlang der Küste nach Osten! Vorbei am Cap Frehel zum Fort la Latte – im Privatbesitz, aber zu besichtigen – wenn man sich an den Hunden vorbeitraut! Dann entlang der Bay zurück zur Strasse nach Matignon. Den Abstecher nach St. Caste sparen wir uns und fahren direkt nach St. Ploubalay. Am Nachmittag geht’s entlang der Küste nach St. Briac-sur-Mer, St. Lunaire mit Abstecher zum Pointe du Decolle und Dinard. Hier ist die Saison noch nicht vorbei! – 55 km

Freitag, 29. September 2000

Endspurt nach St. Malo, vorbei am Gezeitenkraftwerk der Rance hinein ins historische Stadtzentrum der Seeräuberstadt. Hier treffen wir Aga und Kerstin wieder. – 13 km per Rad Am Abend nochmal zu dritt und per Mietwagen ein 2. Ausflug zum Mt. St. Michel – Springflut! Danach das teuerste Guinness, das ich bisher getrunken habe – 50 FF = 15 DM – In Frankreich sollte man einfach kein Bier trinken!

Samstag, 30. September 2000

Wir planen um und nehmen die erste Fähre am Morgen nach Jersey. Unterkunft suchen und anschliessend ohne Gepäck auf ehemaligen Eisenbahnstrecken (geringe Steigungen) nach Corbiere Pnt. – Leuchtturm – 24 km. Am Nachmittag die Räder zurückgeben und noch die lokale Festung – Elisabeth Castle – vor St. Helier besichtigen. Ein letztes Guinnes am Abend!

Sonntag, 1. Oktober 2000

Transfer und Heimflug. Jersey – Brüssel – Berlin Tempelhof. Dank idealer Parkplätze direkt vor der Flughafen sind wir auch schnell auf dem Heimweg!

Fazit

Auch kleinere Hügel sind nicht zu unterschätzen! Gesamt 243 km ( in der erweiterten Version)